Phishing zielt darauf ab, Zugangsdaten oder Geld durch Täuschung zu erbeuten — meist per E-Mail, die vorgibt, von einer vertrauten Quelle zu stammen: der Bank, einem Lieferanten, manchmal sogar vom eigenen Chef. Rechnungsbetrug ist eine besonders wirksame Variante davon, weil sie direkt auf das Ziel geht: Geld auf ein falsches Konto überweisen.

Der Klassiker: die "geänderte" Bankverbindung

Ein beliebtes Muster: Ein bekannter Lieferant schreibt (angeblich), dass sich die Bankverbindung geändert hat, oft mit einer echt aussehenden Signatur und einer täuschend ähnlichen E-Mail-Adresse. Die nächste reguläre Rechnung wird dann tatsächlich auf das neue, betrügerische Konto überwiesen — bis der echte Lieferant sich meldet, weil die Zahlung fehlt.

Woran man eine gefälschte E-Mail erkennt

Der zuverlässigste Schutz: ein zweiter Kanal

Die wirksamste Einzelmaßnahme ist erstaunlich simpel: Bei jeder Änderung von Bankverbindungen oder ungewöhnlich hohen Zahlungen kurz telefonisch beim Absender nachfragen — über eine bereits bekannte, nicht die in der verdächtigen Mail genannte Nummer. Das kostet fünf Minuten und verhindert praktisch jeden dieser Betrugsversuche.

Warum das jeden treffen kann

Phishing-Mails werden zunehmend professioneller und teilweise gezielt auf einzelne Firmen zugeschnitten (Spear-Phishing) — oft basierend auf Informationen, die ganz offen auf der eigenen Website oder in sozialen Netzwerken stehen. Wachsamkeit ist deshalb keine Frage der Unternehmensgröße, sondern eine Frage der Gewohnheit im Team.

Ein kurzer Anruf zur Bestätigung kostet fünf Minuten. Eine Fehlüberweisung ist danach meist unwiederbringlich.

Team für den Ernstfall sensibilisieren

Ob technische Schutzmaßnahmen (Spam-Filter, SPF/DKIM/DMARC für die eigene Domain) oder eine kurze Einweisung fürs Team — beides lässt sich unkompliziert umsetzen.

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