Wird das reguläre WLAN-Passwort an Besucher weitergegeben, landen deren Geräte im selben Netz wie interne Systeme — Drucker, Buchhaltungs-Rechner, unter Umständen sogar ein Server. Ist eines dieser Besuchergeräte mit Schadsoftware infiziert (was bei fremden, nicht selbst verwalteten Geräten niemand ausschließen kann), hat diese potenziell direkten Zugriff auf das interne Netz.
Die Lösung ist einfacher, als sie klingt
Praktisch jeder aktuelle Router oder jedes Business-WLAN-System bietet eine Funktion für ein separates Gäste-WLAN — meist mit wenigen Klicks in der Verwaltungsoberfläche eingerichtet. Das Gäste-Netz bekommt ein eigenes Passwort und ist vom internen Netz komplett isoliert, auch wenn beide über dieselbe Hardware laufen.
Was ein gutes Gäste-WLAN können sollte
- Isolation zum Hauptnetz — Geräte im Gäste-WLAN dürfen nicht auf interne Systeme zugreifen können.
- Client-Isolation — im Idealfall sehen sich auch die Gäste-Geräte untereinander nicht, damit ein infiziertes Gerät nicht andere Gäste im selben Netz angreifen kann.
- Eigenes, regelmäßig wechselbares Passwort — getrennt vom internen WLAN-Zugang, ohne dass ein Wechsel gleich das ganze Team betrifft.
- Bandbreiten-Begrenzung — optional, verhindert, dass ein Gast mit großem Download die Firmenverbindung ausbremst.
Auch für Subunternehmer relevant
Nicht nur klassische Besucher, auch Subunternehmer oder externe Dienstleister, die zeitweise vor Ort sind, sollten grundsätzlich das Gäste-Netz nutzen — auch wenn die Zusammenarbeit vertrauensvoll ist. Es geht nicht um Misstrauen gegenüber der Person, sondern um die Kontrolle über unbekannte Geräte im eigenen Netz.
Ein Gäste-WLAN ist eine der Maßnahmen mit dem besten Verhältnis aus Aufwand und Sicherheitsgewinn.
Netzwerktrennung einrichten lassen
Vom einfachen Gäste-WLAN bis zur vollständigen Segmentierung des gesamten Netzwerks in mehrere Bereiche.
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